mikro

Labor für mikroskopische Fragestellungen und Materialanalysen

Wir sind Ihr Labor für mikroskopische Materialanalysen und untersuchen sämtliche Partikel, Verunreinigungen und Ablagerungen auf Oberflächen sowie Fremdstoffe und Rückstände auf deren  mögliche Herkunft.

Auch Werkstoffe und Baustoffe können auf Ihre chemische Zusammensetzung, auf ihre Homogenität und Qualität untersucht werden. 

Wann lohnt sich eine mikroskopische Untersuchung?

Unsere Analyse. Klare Antworten.

Ob Industrieunternehmen, Ingenieurbüro, Forschungseinrichtung oder Privatperson: Wir analysieren Ihre Probe präzise, nachvollziehbar und unabhängig.

01

Unbekannte Verunreinigungen

Fremdpartikel in Produkten, Ablagerungen in Prozessen oder unerklärliche Rückstände können Qualität, Sicherheit und Kundenvertrauen beeinträchtigen. Mit mikroskopischen und chemischen Analysen identifizieren wir Herkunft, Zusammensetzung und mögliche Ursachen der Verunreinigung.

02

Bauteilversagen oder Werkstoffversagen

Warum ist ein Bauteil gebrochen? Weshalb tritt Korrosion auf? Weshalb versagt ein Werkstoff früher als erwartet? Durch die Untersuchung von Bruchflächen, Gefügen und Materialeigenschaften decken wir Schadensursachen auf und schaffen die Grundlage für nachhaltige Lösungen.

03

Qualitätssicherung & Prozessoptimierung

Mikroskopische Analysen liefern wertvolle Informationen zur Überwachung von Produktionsprozessen und zur Sicherung gleichbleibender Produktqualität. Frühzeitig erkannte Veränderungen helfen, Ausschuss zu reduzieren und Prozesse gezielt zu verbessern.

04

Forschung & Entwicklung

Neue Materialien und Produkte erfordern fundierte Analysen. Als Labor für mikroskopische Materialanalysen unterstützen wir Entwicklungsprojekte mit detaillierten Untersuchungen von Strukturen, Partikeln, Oberflächen und Werkstoffen.

Morphologie

Morphologie: Mikroskopische Charakterisierung von Oberflächen und Gefügen

Die morphologische Analyse untersucht die Form, Struktur und Oberflächenbeschaffenheit von Partikeln, Werkstoffen und Materialien im Mikro- und Nanobereich. Anhand dieser Merkmale lassen sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung, Herkunft, Herstellung und mögliche Veränderungen eines Materials ziehen.

Mit modernster Mikroskopie machen wir selbst kleinste Strukturen sichtbar und gewinnen wertvolle Erkenntnisse über Materialeigenschaften, Produktionsprozesse, Verunreinigungen oder Schadensursachen. Die Morphologie ist damit eine wichtige Grundlage für die Materialanalyse, Qualitätskontrolle und die Untersuchung mikroskopischer Fragestellungen.

Alles ausser Flüssigkeiten

Ob Mineralien, Metalle, Keramiken, Kunststoffe, Baustoffe oder biologische Proben, nahezu alle festen Materialien lassen sich mit mikroskopischen Verfahren detailliert untersuchen und charakterisieren. Dabei werden Strukturen, Oberflächen und Materialeigenschaften sichtbar, die mit blossem Auge nicht erkennbar sind.

Besonders häufig analysieren wir Rückstände, Fremdpartikel und Verunreinigungen aus industriellen Herstellungsprozessen. Unsere Untersuchungen unterstützen Unternehmen unter anderem bei Fragestellungen aus der Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, Bauindustrie und Werkstoffindustrie und helfen dabei, Ursachen zu identifizieren, Prozesse zu optimieren und die Produktqualität nachhaltig zu sichern.

Anwendungsbeispiele

Das Quarzkorn lässt durch seine Flächen und Kanten die trigonale Kristallstruktur erkennen. Hintergrund: Porenstruktur des Probenahme-Filters mit 0.8 µ Poren.

Oft gibt schon die Form von Partikeln wichtige Hinweise auf eine mögliche Herkunft derselben. Die kugeligen Partikel im Bild entstanden beim Eintrocknen von Tröpfchen aus Lösungsmittel und organischem Klebstoff (Haarspray).

Nein, das ist kein Corona Virus sondern das Skelett einer Kieselalge aus dem Schlammsammler einer Gebäude-Drainage.

Keramische Rohstoffe werden oft mittels Flammensynthese hergestellt. Dabei resultieren kugelige Partikel oder Partikel-Aggregate unterschiedlichster Abmessungen.

Form und Farbe von Fasern zeigen, dass es sich bei diesem Staub aus einer Wohnung um textile Fasern handelt.

Bei den weissen, durchsichtigen und plattigen Partikeln handel es sich um Hautschuppen. Mittels EDS lassen sich Kohlenstoff, Sauerstoff und wenig Stickstoff erkennen – die chemische Signatur von Chitin.

Der chemische Fingerabdruck von Materialien

Mit der Kombination aus Rasterelektronenmikroskopie (REM) und energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDS) bestimmen wir die chemische Zusammensetzung von Materialien, Partikeln und Verunreinigungen bis in den Mikrobereich.

Die Elementanalyse liefert wertvolle Erkenntnisse über Herkunft, Zusammensetzung und mögliche Schadensursachen und unterstützt Unternehmen bei der Qualitätssicherung, Schadensanalyse sowie Forschung und Entwicklung.

Elementanalysen

Chemischer Fingerabdruck

Die Kombination von Morphologie und Elementanalyse liefert oft die entscheidenden Informationen zur Charakterisierung von Materialien, Partikeln und Verunreinigungen.

Mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM) lassen sich einzelne Messpunkte oder ganze Probenbereiche analysieren. Die daraus resultierenden Elementverteilungsbilder zeigen die Verteilung chemischer Elemente innerhalb eines Materials und helfen dabei, Zusammensetzungen zu verstehen, Schadensursachen zu identifizieren und die Herkunft unbekannter Partikel nachzuvollziehen.

Beispiele

Produktionsanlagen in der Pharmaindustrie und Lebensmittelindustrie bestehen aus unterschiedlichsten Werkstoffen. Durch mechanische Beanspruchung kann Abrieb entstehen, dessen Partikel die Produkte verunreinigen können. Mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Elementanalyse (EDS) lässt sich die chemische Zusammensetzung solcher Partikel bestimmen. Der Abgleich mit Werkstoffen ähnlicher Zusammensetzung ermöglicht häufig Rückschlüsse auf deren Herkunft und bietet klare Hinweise zur Identifikation der Verursacherquelle.

Form, Oberflächenstrukturen und die chemische Zusammensetzung dieser Partikel, bestimmt mittels energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDS), zeigen, dass es sich um Späne aus der Bearbeitung verschiedener nichtrostender Stähle handelt. Ein wertvoller Input zur Eruierung der Herkunft.

Elementverteilung

Ortsaufgelöste chemische Zusammensetzung

Wird der Elektronenstrahl während der Analyse über die Probenoberfläche gerastert, können Elementverteilungsbilder erstellt werden. Sie zeigen, wo bestimmte Elemente oder Materialphasen innerhalb der Probe vorkommen und wie diese räumlich verteilt sind.

Anhand der Elementintensitäten lassen sich Unterschiede in der Zusammensetzung sowie chemische Gradienten sichtbar machen.

Bereiche mit gleicher oder ähnlicher Zusammensetzung können als einzelne Phasen zusammengefasst werden.

Die grafische Darstellung dieser Informationen ermöglicht eine anschauliche Charakterisierung von Gefügen und inhomogen aufgebauten Materialien.

Technische Kenndaten einer EDS-Analyse

≥ Be

Nachweisbar ab Beryllium (Ordnungszahl 4) – nahezu das gesamte Periodensystem

~1%

Nachweisgrenze für einzelne Elemente in Massen-% (je nach Gesamtzusammensetzung)

<10%

Relativer Fehler der quantitativen Ergebnisse – robust und reproduzierbar

µm³

Interaktionsvolumen des Elektronenstrahls – ortsauflösende Mikrobereichsanalyse

Partikelanalyse

Automatische Partikelanalyse

Automatische Partikelanalyse zur statistischen Erfassung von Partikelkollektiven anhand von Morphologie und chemischer Zusammensetzung – für reproduzierbare und skalierbare Ergebnisse.

Wie funktioniert die Partikelanalyse?

In der Partikelanalyse werden morphologische Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung jedes Partikels automatisch erfasst. Anhand definierter Kriterien werden diese Daten gruppiert und statistisch ausgewertet.

Nutzen der Partikelanalyse

Eine Partikelanalyse ermöglicht die Erkennung und statistische Auswertung verschiedener Partikelgruppen in inhomogenen Korngemischen. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf die Herkunft einzelner Partikel ziehen. In industriellen Produktionsprozessen unterstützt die Partikelanalyse die Prozessüberwachung und trägt zur Optimierung der Produktqualität bei.

visualisierung-analyse-material-partikel

Ratgeber

Feinstaub in der Wohnung: Ursachen erkennen und gezielt abklären

Ausgangslage

Hartnäckige Staubverunreinigung unbekannter Herkunft

Über mehrere Wochen bilden sich auf Möbeln und anderen Oberflächen immer wieder eine feine Staubschicht. Trotz vermeintlich sauberer Umgebung und gründlicher Reinigung treten die Verunreinigungen auf, ohne dass die Ursache erkennbar ist.

Um die Herkunft des Staubs zu klären, werden Proben entnommen und bei uns im Labor untersucht. Mithilfe von Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Elementanalyse (EDS) können die einzelnen Partikel charakterisiert und ihre mögliche Herkunft eingegrenzt werden.

Nach der fachgerechten Probenahme werden die Partikel mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) untersucht. Form, Grösse und Oberflächenstrukturen liefern erste Hinweise auf die Art und mögliche Herkunft der Verunreinigung.

Die EDS-Elementanalyse ergänzt die mikroskopische Untersuchung durch die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung. So lassen sich Materialien identifizieren und mögliche Quellen der Partikel eingrenzen.

Die Analyseergebnisse werden mit Referenzproben und potenziellen Verursacherquellen verglichen. So lässt sich die Herkunft der Partikel besser eingrenzen und meist eindeutig identifizieren.

Ist die Ursache geklärt, können gezielte Massnahmen eingeleitet und umgesetzt werden. 

Wichtig für eine erfolgreiche Untersuchung: Die korrekte Probenahme ist entscheidend. Vor der Entnahme von Proben empfehlen wir unbedingt den vorgängigen Kontakt mit unseren Experten. Wir beraten Sie gerne zur geeigneten Vorgehensweise.

hand-teppich-umgegdreht

ÜBER UNS

Ihre persönlichen Experten für mikroskopische Untersuchungen

Michael Romer hatte das Glück, dass er in seiner Ausbildung und während seiner beruflichen Tätigkeiten viele verschiedene Techniken in der Licht- und Elektronenmikroskopie praktisch anwenden konnte. Bei den Fragestellungen aus Forschung, Entwicklung und Dienstleistung handelte es sich oft um morphologische Charakterisierung von Oberflächen, Beschichtungen, Fasern oder Partikeln.

Wir sind optimal ausgerüstet für die Präparation von Pulvern und Partikeln sowie für die direkte Untersuchung von elektrisch leitenden und nicht-leitenden Materialien.

logo-rot-weiss-kreuz
logo-rot-weiss
phm-partner-logo-rot-schwarz
portrait-aatest-michael-romer

Die Person hinter mikro

Dr. Michael Romer

Über 30 Jahre Berufserfahrung mit Materialtechnologie und Mikroskopie

Die Faszination für Materialien und ihre Eigenschaften begleitet mich seit meiner Ausbildung als Naturwissenschaftler an der ETH. Schon früh haben mich die Geschichten interessiert, die sich hinter einem Werkstoff, einer Verunreinigung oder einem Schadensfall verbergen.

Während meiner Tätigkeit an der Empa und in der Zementindustrie konnte ich mein Wissen in den Bereichen Mineralogie, Materialtechnologie und Baustoffe laufend vertiefen. Licht- und Elektronenmikroskopie waren dabei über viele Jahre wichtige Werkzeuge, um Ursachen sichtbar zu machen und komplexe Fragestellungen zu beantworten.

Neben meiner praktischen Arbeit habe ich mehrere Prüflabore bis zur Akkreditierung begleitet und engagiere mich seit über 20 Jahren als Fachexperte. Noch heute begeistert mich die Herausforderung, aus kleinsten Details die entscheidenden Erkenntnisse zu gewinnen.

Kundenstimmen

FAQ – mikro

Vor dem Umbau sollte abgeklärt werden, ob die betroffenen Baustoffe Schadstoffe wie Asbest, PCB oder PAK enthalten. Eine vorgängige Untersuchung schützt Handwerker und Bewohner vor gesundheitlichen Risiken und hilft, gesetzliche Vorgaben für Rückbau und Entsorgung einzuhalten.

Baustoffe mit Schadstoffen finden sich häufig in älteren Gebäuden. Dazu gehören unter anderem Fliesenkleber, Kunststoffbeläge, Klebstoffe, Putze, Fensterkitt oder Faserzementprodukte. Welche Baustoffe tatsächlich Schadstoffe enthalten, lässt sich nur durch eine fachgerechte Probenahme und Laboranalyse feststellen.

Die vollständige Liste der schadstoff-verdächtigen Baustoffe ist auf Polludoc publiziert.

Proben für die Prüfung im Labor können von Privatpersonen, Handwerkern oder Fachpersonen entnommen werden. Wichtig ist, dass die Proben fachgerecht gewonnen, verpackt und beschriftet werden. Bei Unsicherheiten empfehlen wir, vor der Probenahme Kontakt mit unserem Labor aufzunehmen.

Proben von Baustoffen können mit geeigneten Werkzeugen und unter Einhaltung der notwendigen Schutzmassnahmen selbst entnommen werden. Entscheidend ist, dass die Probe repräsentativ ist und eine mögliche Freisetzung von Schadstoffen vermieden wird. Gerne beraten wir Sie zur richtigen Vorgehensweise vor der Probenahme.

 

Die gängigen Möglichkeiten mit geeigneten Werkzeugen oder einem Probenahme Kit werden auf SOS-Asbest vorgestellt.

Einen Experten für Gebäudeschadstoffe benötigen Sie insbesondere bei grösseren Umbauprojekten, Sanierungsprojekten oder Rückbauprojekten sowie bei Verdacht auf Schadstoffe in mehreren Bauteilen. Eine fachkundige Beurteilung hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und die erforderlichen Massnahmen korrekt zu planen. Über unsere WebsiteSOS-Asbest können Sie sich mit einem unserer Diagnostiker vermitteln lassen.

Ihre mikro Experten

Kontaktieren Sie uns

Adresse

c/o Aatest AG
Niederlenzer Kirchweg 1
CH - 5600 Lenzburg

Hauptnummer

+41 62 891 33 61

E-Mail

info@mikro.ch

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage